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Grundlagen der Aquaristik – Der Bodengrund

Erstellt am: 25 Oktober 2010 von Lemi

Sand oder Kies?

Sand oder Kies? Das ist eine oft gestellte Frage, welche sich aber nicht immer leicht beantworten lässt. Wer auf Fische wie Buntbarsche, Schmerlen, Panzerwelse oder Harnischwelse verzichten möchte, kann Kies als Bodengrund verwenden. Die genannten Fische sind auf einen Bodengrund aus Sand angewiesen. Sie benötigen Sand für ihre Brut, um ihre Kiemen zu reinigen, sich zu verstecken oder  um darin Futter zu suchen. Das sind sich diese Tiere von Natur aus so gewohnt und auch anatomisch oft so “gebaut”. Die feinen Barteln von Panzerwelsen oder Schmerlen sind ständig im Sand beim durchwühlen nach fressbarem. Das sind wesentliche Merkmale weshalb man diesen Fischarten Sand als Bodengrund gönnen muss.

Einige Pflanzenarten wachsen jedoch im Kiesboden besser und schneller, als im Sandboden.
Wer einen Bodenfluter einsetzen möchte, muss Kies verwenden, da Sand zu dicht ist, kann es einen Hitzestau geben und im schlimmsten Fall zu einem Riss im Aquarienboden führen. Die Folge davon wäre ein nasser Boden und ein Aquarium ohne Wasser.

Kiesboden sollte gemulmt werden. Das heisst, dass der Bodengrund mit einer sogenannten Mulmglocke von Kot und Verunreinigungen befreit werden muss. Im Kiesboden kann es eher “Gammelstellen” geben, da Futter,  vorallem Frostfutter, im Kiesboden versickern kann.
Bei Sand kann das nicht passieren und auch Kot bleibt in der Regel auf dem Sandboden liegen oder wird durch die Strömung im Becken zum Filter befördert. Mulmen ist bei Sand also nicht nötig. Man muss aber erwähnen, dass auch im Sandboden Gammelstellen bilden können. Um das zu verhindern oder zu vermindern, kann man Turmdeckelschnecken einsetzen. Tagsüber sind diese im Sandboden versteckt und kommen erst bei Dunkelheit aus dem Sand. Sie sorgen für eine natürliche Durchwühlung des Sandes und vermindern so Gammelstellen im Sand.

Aussagen wie, der Sand kann faulen, stimmen nicht. Sand kann nicht faulen, wie ein Stein nicht faulen kann. Es kann bei Unachtsamkeit, durch Bakterien verursachte Fäulnisherde im Bodengrund kommen. Was aber eine  Ausnahme ist. Die betroffene Stelle wird  mit einem Schlauch abgesaugt. Man muss die Ursache dafür suchen und finden. Oft sind es abgestorbene Wurzeln von Pflanzen die zu faulen beginnen können.

Pseudohemiodon laticeps ist auf den Sandboden angewiesen. Manchmal schauen nur seine Augen aus dem Sand hervor.

Pseudohemiodon laticeps ist auf Sandboden angewiesen. Manchmal schauen nur seine Augen aus dem Sand hervor.

Welcher Sand ist geeignet?

Man kann Sand im Aquaristik-Fachhandel oder in Baumärkten beziehen. Man kann auch Fluss- oder Seesand verwenden, was dann besonders natürlich aussieht. Man muss darauf achten, dass es keine scharfkantigen Sandkörner enthält, welche die Barteln der Fische verletzen können. Grundsätzlich sind die meisten Sande Quartzsand und es enthält in der Regel keinen Kalk. Zur Sicherheit kann man den Sand mit Essigessenz oder mit Entkalkungmittel auf Kalk testen. Wenn der Sand schäumt, ist es kalkhaltig und somit nicht für das Aquarium geeignet.

Je nach Fischart, empfiehlt es sich auf die Farbe des Sandes zu achten. Dunklere Sande sind in der Regel zu bevorzugen. Einige Fische können auf hellem Sand sehr schreckhaft sein und fühlen sich nicht wohl. Auch die Farbenpracht bleibt dann meistens aus…

Eine optimale Körnung des Sandes liegt bei 0.3-0.8 mm. Sand ab 1 mm bezeichnet man bereits als feinen Kies.

Auf Futtersuche im Sand

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