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Grundlagen der Aquaristik – Dekoration Holz / Wurzeln

Erstellt am: 25 Oktober 2010 von Lemi

Holz im Aquarium

Echte Holzwurzeln können in einem Aquarium sehr dekorativ sein. Die meisten Holzwurzeln geben Gerbsäure (Huminsäure) an das Wasser ab. Diese wirkt sich für viele Fischarten positiv aus, da sie das Wasser ansäuern und somit eine antiseptische Wirkung erzielen.

Durch die Säuren der Holzwurzeln wird das Wasser meistens bräunlich gefärbt. Es ensteht das sogenannte Schwarzwasser, in dem besonders Salmlerarten noch schöner zur Geltung kommen können.
Wurzeln werden durch Harnischwelse gerne geraspelt. Die  abgerasptelten Holzfasern enthalten für Welse wichtige Balasstoffe und dienen als Nahrungsergänzung.

Geeignete Wurzeln für ein Aquarium sollte man in der Regel nur über den Fachhandel beziehen. Selbst gesammeltes Holz aus der Natur kann zu erheblichen schwierigkeiten führen. Wenn man sich seiner Sache sicher ist, kann geignetes Holz gut aus den Bergregionen gesammelt werden. Diese Hölzer müssen gut gereinigt, ausgekocht und gewässert werden.

Vorsicht ist beim Einsatz von gebrauchten Holzwurzeln geboten. Man kann nie sicher sein ob man damit Krankheitserreger oder unerwünschte Gäste miteinbringt. Deshalb sollten solche Wurzeln abgekocht oder mit kochend heissen Wasser und Bürste gut gereinigt werden. Es darf auch nicht modrig riechen, ansonsten muss man es entsorgen.

Bei neugekauften Wurzeln, empfiehlt es sich immer diese zu wässern. In weiche und leichte Wurzelarten kann man einige Löcher bohren, damit das Wasser besser in die Wurzel eindringt. Die Wässerungsdauer kann von einigen Tagen bis mehrere Wochen dauern.

Mopani – Eisenholz

Mopaniholz stammt aus den südlichen Trockengebieten Afrikas. Mopani wird auch als Eisenholz bezeichnet, da es relativ dicht und schwer ist.
Die Wurzeln im Handel sind sangestrahlt, oft schön verzweigt und mit Höhlen und Mulden versehen und hat eine attraktive Färbung.
Die Wurzeln färben das Wasser praktisch nicht und müssen nicht lange gewässert werden. Beim einsetzen ins Aquarium, bleibt es ohne Auftrieb an der gewünschten Stelle liegen.

Mopaniholz wird oft mit Savannenholz verwechselt, weil die Struktur beider Hölzer sehr ähnlich sind. Mopani ist aber auf der Rückseite glatt und hell gefärbt und unterscheidet sich somit vom Savannenholz.

Dieses dekorative Holz enthält reichlich Gerbsäure. Für südamerikanische, asiatische und westafrikanische Biotop-Aquarien ist es gut geeignet. Mopaniholz ist für ostafrikanische Becken wegen der Ansäuerung des Wassers nur bedingt geeignet. Und wenn, dann sollte man nur kleine Stücke davon einsetzen.

Mopani wird mit der Zeit im Aquarium weicher und wird dann von Harnischwelsen gerne abgeraspelt.

Savannenholz

Das sehr dekorative Savannenholz stammt aus den Trockengebieten Zentralafrikas. Das Savannenholz ist hart und schwer, so dass es beim einsetzen in das Aquarium sofort sinkt.

Savannenholz enthält wenig Gerbsäure und verfärbt das Wasser praktisch nicht. Natürlich muss es vor dem Einsatz wie jedes andere Holz gut gewässert werden.

Dieses Holz eignet praktisch für jedes Süsswasseraquarium. In kleinen Mengen auch für ostafrikanische Becken.

Auch Savannenholz wird mit der Zeit im Aquarium weicher und wird von Harnischwelsen gerne abgeraspelt.

Mangrovenholz

Mangrovenholz stammt aus den tropischen Gezeitenwäldern an Meeresküsten. Mangroven sind oft stark verzweigt. Im Handel sind oft sehr bizarre und schöne Formen dieses Holzes zu finden. Die Farbe ist rotbraun. Mangroven sind relativ weich und leicht. Dieses Holz wird von vielen Welsen sehr geschätzt und werden gerne abgeraspelt.

Mangrovenwurzeln färben das Aquarium sehr stark und sollten vor dem Einsatz ausgiebig gewässert werden. Somit erreicht man auch ein besseres absinken im Aquarium. Meistens muss man es trotzdem entsprechend beschweren bis es sich mit Wasser vollgesogen hat.

Moorkienholz

Moorkienholz stammt meistens aus europäischen Moorgebieten und ist eigentlich ein “Nebenprodukt” der Torfabbauer. Moorkienholz enthält sehr viel Huminsäure und färbt das Wasser sehr stark. Deshalb sollte man Moorkienwurzeln immer gut und lange wässern. Danach lässt das färben nach.

Beim einsetzen in das Aquarium, kommt man meisten nicht darum herum, die Wurzeln zu besfetigen oder mit Steinen zu beschweren.

Moorkienholz ist meistens weich und für Harnischwelse bestens geeignet. Wie andere Wurzelarten, bekommt man im Handel sehr bizarre und interessante Formen zu kaufen.

Kokosnuss

Eine Pelvicachromis pulcher Dame in ihrer Höhle

Fertig bearbeitete Kokosnussschalen kann man im Fachhandel kaufen oder selber herstellen. Die verholzte Kokosnuss sollte ausgekocht und fettfrei sein. Durch die besondere Form der Kokosnuss, ist das bearbeiten mit gewöhnlichen Werkzeugen nicht immer einfach. Um sich keine Verletzungen zuzufügen, sollte die Bearbeitung fachmännisch und mit entsprechendem Werkzeug ausgeführt werden.

Kokosnusshöhlen dienen vielen Welsen und Buntbarschen als Bruthöhle und werden dementsprechend verteidigt. Die rauhen Kokosfasern auf der Oberfläche, werden durch Harnischwelse gerne abgeraspelt, so dass mit der Zeit die Kokosnussschale blitzblank ihr dasein im Aquarium fristet.

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