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Petrochromis – Die Kühe aus dem Tanganjikasee

Erstellt am: 22 Oktober 2010 von Lemi

Die Gattung Petrochromis (dt. Kuhmaulbrüter) lebt endemisch im Tanganjikasee. Es gibt diverse Arten und Farbvarianten.

Viele Arten warten noch auf ihre Entdeckung. Die meisten bekannten Arten werden 15-25cm Gross und sind nur was für spezialisten mit entsprechend grossen Becken. Ein höhere Besatzungsdichte, kann die oft äusserst agressiven Tiere etwas in Zaum halten. Viele Halter dieser aussergewöhnlichen Gattung, ziehen ganze Gruppen von klein an auf. Das Wasser muss wie in Tanganjikabecken üblich, hart sein und der pH-Wert sollte über 7.5 liegen. Die optimale Wassertemperatur liegt 25-27 ° C.
Gefuttert wird nur pflanzliches Futter. Die Zucht ist nicht bei allen Arten einfach, aber recht ergiebig. Die Jungen sind relativ leicht aufzuziehen und wachsen bei guter Fütterung recht schnell.

Zur Zeit bekannt und beschriebene Arten sind

  • Petrochromis ephippium
  • Petrochromis trewavasae
  • Petrochromis famula
  • Petrochromis fasciolatus
  • Petrochromis macrognathus
  • Petrochromis sp. Orthognathus
  • Petrochromis polyodon
  • Petrochromis sp. diverse

Petrochromis Haltungsempfehlungen
Petrochromis sind Nahrungsspezialisten. Deutlich sichtbar haben sie ein Maul und Zähne, die bestens geeignet sind, Aufwuchs abzuraspeln. Demzufolge sollen sie ihren Ansprüchen gerecht gefüttert werden und auch die Einrichtung soll darauf abgestimmt sein.

Sie leben in der Natur zumeist als Einzelgänger. Mit Nachdruck werden Reviere verteidigt. In der Enge eines Aquariums kann dies schnell zum Tod des unterlegenen Tieres führen. Deshalb bieten sich für die Haltung unterschiedliche Möglichkeiten an.

Zunächst ist ein Einzeltier sehr gut geeignet, in einem Tropheusbecken etwas Abwechslung einzubringen. Es werden auch effektiv “Säuberungsarbeiten” durchgeführt. Diese Fische können viel besser die Einrichtung von Algen befreien. Bei einigen Arten sehen die Weibchen nicht viel anders aus, als die Männchen. Somit kann man das Geschlecht dann frei wählen. Es soll auch möglich sein, ein Paar getrennt zu halten und dann zum Laichen bei Bereitschaft des Weibchens dieses Paar zusammen zu setzen. Das muss natürlich überwacht werden.

Die andere Möglichkeit wäre, eine möglichst große Gruppe zu halten. So werden die Agressionen besser auf mehrere Tiere verteilt. Die Meinungen über das Geschlechterverhältniss gehen dabei sehr weit auseinander. Einige befürworten ein einzelnes Männchen mit einem großen Harem. Andere meinen, es dürfe sogar ein Männchenüberhang sein. Beides hat schon funktioniert und auch beides ist schon schief gegangen.

Diese Tiere sind sehr individuell und man sollte also immer auf Überraschungen gefasst sein.

Grundsätzlich ist es sicherer, kleinere Arten zu halten, als größere. Die Agressionen scheinen mit der Größe zu steigen.

Es ist grundsätzlich auch möglich, verschiedene Arten zusammen zu pflegen. Da kommt es jedoch sehr auf die Arten, deren Alter, das Aquarium usw. an. Ggf. sollte man dazu erfahrene Leute z.B. bei Tropheus & Co. befragen.

Petrochromis sp. Rainbow

Petrochromis sp. Red Bulu Point

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  • 1 Kommentar(e) zu diesem Artikel

    1. Marius schrieb am:

      Super! Deine Bilder sind echt der Hammer!

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